Meine erste eigene App

"Welche Schritte braucht es von der Idee bis zur fertigen App?" "Was gilt es zu beachten?" "Wer kann mir helfen und was muss ich wissen?"

Bei unseren Kundengesprächen werden wir immer wieder mit diesen und ähnlichen Fragen konfrontiert. Deshalb möchten wir im folgenden Artikel mehr Licht ins Dunkel des App-Dschungels bringen. Wir unterstützen gerne alle Anliegen, egal in welchem Stadium sich ein Projekt gerade befindet - ob die Idee gerade erst geboren wurde, ob ein bereits fertiges Konzept besteht oder ob schon erste Umsetzungen stattgefunden haben.

Von der Idee zum Konzept

Wenn Sie von Ihrer App-Idee überzeugt sind, ist es wichtig erste grundlegende Festlegungen zu machen - ein Konzept muss her. Ein gut durchdachtes Konzept, dass die Idee als Ausgangsbasis hat, jedoch schon auf die weitere Entwicklung Bezug nimmt, spart im späteren Verlauf viel Zeit, Mühe und Kosten. Bei der Erstellung eines guten Konzeptes sind folgende Punkte zu beachten:

  • Mitbewerber: Recherchieren Sie, ob es bereits ähnliche oder vergleichbare Applikationen oder Anwendungen gibt
  • Nutzen der App: Welchen Nutzen hat die Applikation? Dient sie mir oder meinem Business (verknüpft mit bereits bestehender Soft- oder Hardware, völlig neuartiges Produkt etc.) oder soll sie den Usern nützen (z.B. ein Spiel oder ein nützliches Tool)
  • Zielgruppe: Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto besser können Sie auf Bedürfnisse der zukünftigen User eingehen.
  • Finanzierung: Sollten Sie beabsichtigen eine Förderung zu beantragen, so muss dies unbedingt VOR dem Start der Entwicklung geschehen. Erst nach der Bewilligung der Förderung können Sie mit dem Projekt loslegen, alle Rechnungen mit früherem Datum werden von den Fördergebern nicht berücksichtigt! (um einige Fördergeber zu nennen: AWS, FFG, SFG)
  • Rechtliche Aspekte: Sollte die von Ihnen angedachte Anwendung z.B. personenbezogene Daten speichern, so müssen Sie die User über das Erfassen, Speichern und die Verwendung der Daten in Kenntnis setzen (Datenschutzerklärung; Beachten Sie bitte das neue Datenschutzgesetz!). Gibt es bereits ähnliche Anwendungen, dann sollten Sie vorab den Markenschutz, Namensrechte, Patente oder auch Urheberrechte abklären.

Die ersten Schritte

1. Bestimmung des Endgeräts: Handelt es sich um eine Web-App oder um eine App für mobile Endgeräte (iPhone, Windows / Android Phone, etc.)?

 

2. Festlegen der Entwicklungsumgebung: Apps können in den jeweiligen Plattformen programmiert werden (=native) oder man verwendet sogenannte Cross-Plattformen. Diese machen es möglich denselben Code für unterschiedliche Betriebssysteme zu exportieren. Nachteil: die Usability (Benutzerfreundlichkeit), die Leistungsfähigkeit und das Erscheinungsbild ("look and feel") können im Vergleich zu native entwickelten Apps eingeschränkt sein.

3. Programmieren: Sollten Sie über Programmiergrundkenntnise verfügen, ist es bestimmt ein sehr zeitintensives Hobby eine App zu entwickeln. Wenn Sie allerdings kein Interesse daran haben die App selbst zu entwickeln, können Sie entweder auf einen App-Baukasten zurück greifen, oder Sie suchen sich ein qualifiziertes und kompetentes Entwicklungsteam, das Sie bei der App Programmierung unterstützt.

 

4. Monetarisierung: Besonderes Augenmerk ist diesem Teil zu widmen, wenn Sie vorhaben mit Ihrer App Geld zu verdienen. Es stehen Ihnen dazu mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Ihre App ist kostenpflichtig - Sie selbst können festlegen wie viel User zahlen müssen, um Ihre App downloaden zu können.
  • Sie verwenden In-App-Purchasing, d.h. sie verkaufen Artikel in Ihrer App. Beispielsweise kann ein User sich weitere Features oder Extrafunktionen kaufen. In Gaming-Apps werden häufig "Coins", "Crystals" oder eine andere Spielewährung per In-App-Purchasing verkauft und damit im Spiel voran zu kommen. Die Grundfunktionen und der Download der App an sich sind dabei stets gratis.
  • Sie blenden Werbung ein und verdienen jedes Mal wenn ein User auf diese Anzeigen klickt (In-App-Advertisement).

 

5. Prototyp: Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es durchaus sinnvoll ist zuerst einen Prototypen anzufertigen. Wird Ihre App native entwickelt, so bietet es sich an zuerst die Android App zu entwickeln und erst wenn diese getestet und Feedback bereits eingearbeitet ist, wird die iOS Version der App nachgezogen.

 

6. Veröffentlichung der App: Der Apple App Store und der Google Play Store stellen (zumindest in Europa) die zwei wichtigsten Plattformen zur Veröffentlichung Ihrer Applikation dar. Eine iOS App kann allerdings NUR im App Store veröffentlicht werden, während eine Android App auch in anderen Stores hochgeladen werden kann. Bedenken Sie beim Befüllen der Stores daran, für den User relevante Inhalte zu präsentieren, Ihre App soll durch den Store-Eintrag für den User interessant werden.

 

7. App Store Optimization (ASO): Unter ASO versteht man die laufende Optimierung der Store-Einträge im Hinblick auf Auffindbarkeit durch Suchmaschinen und User. Wenn Sie Ihre App weltweit bekannt machen wollen, sollten Sie sich mit diesem Thema etwas genauer befassen. Mittlerweile gibt es bereits einige hilfreiche (wenn auch nicht gerade kostengünstige) Tools, die dabei helfen die Einträge in den Stores zu optimieren.

Updates Updates Updates

Eine App, die nicht weiter entwickelt wird, stirbt! So hart das klingt, es ist leider Fakt. Denn Apps, die von den Entwicklern nicht weiterentwickelt werden, verlieren nach der Zeit ihren Reiz. Beispielsweise verliert ein Spiel, das keine neuen Features bietet, bereits nach kurzer Zeit seine Attraktivität für User. Wenn Sie Feedback von Usern erhalten, nehmen Sie dieses dankbar an und überlegen Sie sich wie sinnvolle bzw. relevante Rückmeldungen beim nächsten Update eingebaut werden. Führen Sie dazu ein geeignetes Aufzeichnungssystem, um Updates und Feedback zu verwalten.

weiterführende Links zum Thema App-Entwicklung


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